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H.239

Der Standard beschreibt im Bereich H.323. einen zweiten Medienstrom (Video, Audio oder Daten), der von den Herstellern unter verschiedenen Namen (z.B. Polycom: People+Content, Cisco/Tandberg: DuoVideo, Sony: Dual Video) in erster Linie für die Übertragung von Präsentationen genutzt wird. Es ist nur Application Showing und kein Application Sharing, da kein beiderseitiger Zugriff auf die Daten möglich ist.

H.261

H.261 war der erste digitale Standard für die Kodierung von bewegten Bildern. Er wurde 1988 von der ITU verabschiedet.
Der Standard bildet die Grundlage, um über ISDN-Leitungen Videokonferenzen betreiben zu können. Die notwendige Reduktion der Bilddaten für die geringe Bandbreite wird mittels des DPCM-Verfahrens durchgeführt.
Die maximale Verzögerungszeit für Kompression und Dekompression wird im Standard mit 150 ms definiert. Neben einigen anderen Mechanismen wird ein Vorhersagemodell für die nachfolgende Bildsequenz durch Intra- und Predicted-Frames verwendet.

H.262

H.262 ist eine andere Bezeichnung für MPEG-2 Part 3. Er definiert einen Videocodec, welcher vorrangig für die Kodierung von DVDs verwendet wird. Bei Videokonferenzen findet er keine Anwendung.

H.263

H.263 ist ein ITU-Standard, welcher zur Videokodierung eingesetzt wird. Er ist eine Weiterentwicklung von H.261, wobei aber seine Kompressionsrate deutlich verbessert wurde.
H.263 ist für niedrige Datenübertragungsraten und Sequenzen mit relativ wenig Bewegung optimiert.
Er fand Eingang in MPEG-4 Part 2.

H.264

H.264 ist die ITU-Bezeichnung für einen Videokompressionsalgorithmus, welcher zusammen mit der MPEG entwickelt wurde. Der wortgleiche Standard heißt dort MPEG-4/AVC und ist Part 10 von MPEG-4.
H.264 baut sowohl auf den Vorgängern der ITU (H.261,H.263) als auch der MPEG (MPEG-1, MPEG-2) auf. Die deutliche Weiterentwicklung führt bei Videokonferenzen mit gleicher Bildqualität zu einer Datenreduktion auf die Hälfte gegenüber H.263.

H.265

H.265 ist eine andere Bezeichnung für den Standard High Efficiency Video Coding (HEVC). Er wurde gemeinsam durch die Moving Picture Experts Group (MPEG) und die International TGelecommunication Union (ITU) entwickelt.
Er besitzt eine im Vergleich zu H.264 doppelt so starke Kompression ohne Qualitätsverlust und kann Bildgrößen zwischen 320x240 bis 8192x4320 darstellen.

H.320

H.320 ist eine Rahmenspezifikation, welche H.261, H.221 (Multiplexen von Audio und Video), H.242 (End-to-End Signalisierung), G.728, G.722, G.711, T.120 (Dokumentenaus-tausch) und vieles mehr enthält. H.320 ist die Norm für schmalbandige Videotelephonie-Endgeräte (ISDN). Es ist ein verbindungsorientiertes Protokoll.

H.321

Empfehlung der ITU, welche die Adaption von H.320-Videotelefonie auf ATM-basierte Breitbandnetze spezifiziert. Es ist ein verbindungsorientiertes Protokoll.

H.322

Empfehlung der ITU, welcher Videotelefon-Systeme und Terminals für ein Ethernet spezifiziert, in dem neben dem 10-Mbps-Kanal ein isochroner (Sonderform der asynchronen Übertragung mit Zeitkennzeichnung) 6-Mbps-Kanal für Multimedia mit garantierter Bandbreite (QoS, Quality of Service) bereitgestellt wird. Es ist ein paketorientiertes Protokoll.

H.323

H.323 ist eine Spezifikation der ITU unter dem Titel „Packet-based Multimedia Communications Systems“, welche die spezifischen Fähigkeiten von Endgeräten im IP-Umfeld beschreibt. Er ist aus dem H.320 Multimediastandard für ISDN abgeleitet.
H.323 definiert Netzübergänge zu ISDN und anderen Netzen und soll die Interoperabilität der Herstellerprodukte untereinander garantieren, wobei vier Hauptgruppen definiert sind: Terminals, Gateways, Gatekeeper und MCUs.
H.323 setzt RTP zum Einfügen der Zeit- und Synchronisationsinfos in die IP-Pakete, RTCP zum Umsetzen dieser Informationen an der Empfängerstelle und UDP für den Datentransfer ein. Die Steuerung der Verbindung und damit auch die Umsetzung von IP-Adressen und Telefonnummern wird innerhalb der Spezifikation von H.225 übernommen.
Mittels H.245 einigen sich die Endgeräte darauf, welche Dienste sie unterstützen - im einfachsten Fall Sprachübertragung über G.711 bis G.729.
Weiterhin sind in dieser Spezifikation die Video- und parallele Datenübertragung festgelegt. (nach http://www.gateway.de/)

H.323-Terminal

Mit diesem Begriff werden sowohl alle Endgeräte in Voice-over-IP-Netzen bzw. alle Geräte bezeichnet, die Sprachübertragung über ein Datennetz ermöglichen wie z.B.
• Telefone mit Ethernet-Anschluss
• PCs mit entsprechender Software

H.324

Empfehlung der ITU, welche Multimediaübertragungen über schmalbandige Netze (z.B. analoge Telefonleitungen) spezifiziert.

HD720p - High Definition 720 Zeilen progressive

Hochzeilen-Auflösung für Video und Fernsehen mit progressiver Vollbildabtastung und 720 aktiven Zeilen. Dominierendes Bildseitenverhältnis ist Breite zu Höhe von 16:9. Das Bildpunktraster ist 1280x720 Pixel. Die Vollbildabtastung mit quadratischen Pixeln entspricht der üblichen Arbeitsweise von PC LCD-TFT sowie von LCD-TV Bildschirmen. Die Breitbildauflösung bei 720p ist allerdings nur etwa halb so groß wie die volle HDTV-Auflösung bei 1080p (Full-HD oder FHD).

HDCP - High-bandwidth Digital Content Protection

HDCP ist ein eigens von Intel entwickeltes Verschlüsselungssystem, das für die Schnittstellen DVI und HDMI (beide übertragen digitale Daten) eine geschützte Übertragung von Audio- und Videosignalen gewährleisten soll. Auch für HDTV, Blu-ray und HD-DVD soll HDCP der Standard in Europa werden. Das System soll ein 'Abfangen' der Datenströme zwischen Sender und Empfänger unterbinden. Voraussetzung ist aber, dass sowohl Sender als auch Empfänger HDCP unterstützen.

HDMI - High Definition Multimedia Interface

HDMI ist eine volldigitale Schnittstelle zur Übertragung von Audio- und Videodaten. Es ist der Standard für HD-Medien wie z.B. Blu-ray, HDTV und HD-DVD. Für HDMI 1.1 & 1.2 existieren zwei Steckernormen: Typ A und Typ B (ca. 4,5 x 13/21 mm). Für HDMI 1.3 gibt es zusätzlich einen kleineren Stecker vom Typ C mit den Maßen von ca. 2,5 x 10,5 mm. HDMI 1.2 erlaubt einen Datentransfer von 5 Gbit/s (Typ A) bis zu 10 Gbit/s (Typ B). Version 1.3 erlaubt sogar einen Datentransfer von 10.2 Gbit/s (Typ A & Typ C). Die Übertragung von Audio kann bis zu einer Frequenz von 192 kHz erfolgen und Video bis zu 165 MHz. Es ist möglich HDTV bis zur heute maximal möglichen Auflösung von 1080p darzustellen. HDMI ist abwärtskompatibel zu DVI. Zusätzlich wurde der Kopierschutzstandard HDCP integriert.

HDTV - High definition television

HDTV ist ein Überbegriff für digitales TV, welches im Gegensatz zum herkömmlichen analogen TV mit mehr Zeilen übertragen wird und somit eine deutlich bessere Bildqualität erzielt. Ursprünglich sollte die analoge Auflösung verdoppelt werden, allerdings wurde dieses Ziel deutlich übertroffen. Die Bildwiederholrate liegt zwischen 60 und 25 fps und das Bildseitenverhältnis ist 16:9. HDTV bietet sowohl das Zeilensprungverfahren an, als auch den Progressive scan.

Hosidenstecker

Werden auch mit Mini-Din bezeichnet. Hosidenstecker werden benutzt um Videodaten zu transferieren. Die Helligkeits- und Farbinformationen werden dabei getrennt übertragen, wodurch die Bildqualität im Vergleich zu Composite Video steigt. Dennoch kommt die Qualität von S-Video, welches über Hosidenstecker übertragen wird, nicht an RGB oder Component-Video heran. Da keine Audiosignale übertragen werden können, muss zusätzlich ein separates Kabel benutzt werden.
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