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Aufzeichnung und Konvertierung von Mehrpunktkonferenzen

Umwandlungsanleitung für Videoaufzeichnungen der DFN-MCU in das mp4-Format



Einleitende Hinweise

Die MCU des Dienstes DFNVideoConference bietet auch eine Funktion zur Aufzeichnung der Konferenz. Dazu wird in der Steuerungsoberfläche in der rechten oberen Ecke [Recorder] die Aufnahme gestartet. Innerhalb der Konferenz erscheint dann eine Aufschrift "This conference is being recorded". Während der gesamten Aufnahme ist im Videokonferenzfenster bei allen Teilnehmern ein roter Punkt zu sehen.

Bitte lesen Sie vor dem Start der Aufnahmefunktion die Nutzungsbedingungen (Terms of use) durch.

Das Aussehen des Videostreams und Contentstreams wird grundsätzlich durch die Einstellungen in der Konferenzsteuerungsoberfläche und nicht durch die Umwandlung beeinflusst. Dies betrifft insbesondere den schwarzen Rahmen, welcher durch die Aufnahme im Modus "recording in fullscreen" (Klick öffnet Screenshot) unterdrückt werden kann (jedoch wird dann im Videostream nur noch der Sprecher abgebildet). Eine nachträgliche Änderung dieser von der MCU angeordneten Inhalte ist durch die Umwandlung/Transcodierung nicht mehr möglich.


Download der Videoaufzeichnungen von der Konferenzsteuerungsoberfläche

I)

Nachdem die Konferenz aufgezeichnet wurde, können die Dateien über den Unterpunkt „Recordings“ (links oben zwischen „Controller“ und „Settings“) gefunden werden.

A1

II)

Zu beachten ist, dass diese Dateien nicht sofort verfügbar sind und die Bereitstellung eine gewisse Zeit dauern kann. („converting“ gibt dabei an, dass die MCU noch mit der Umwandlung der Datei beschäftigt ist).

A2

III)

Um eine möglichst hohe Bildqualität zu erreichen sollte die Datei mit dem Dateityp .codian heruntergeladen werden, da die MPEG-1-Version eine zu geringe Bildqualität bietet.

A3

IV)

Die Datei sollte an einem bekannten Ort gespeichert werden.

A4

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Nutzung des Codian Converters für Layouterstellung und Transcodierung in .mpg zwecks Weiterverarbeitung

Download/Installation des Codian Converters

I)

Zur Weiterverarbeitung muss der Codian Converter genutzt werden. Dieser findet sich im 2. Untermenü unter dem Punkt „Converter Tools“ (rechts neben „Recordings“).

Nach einem Klick auf den entsprechenden Link kann die gepackte Datei heruntergeladen werden.

B1

B1b

II)

Die gepackte Datei muss nun entpackt werden. Dafür ist möglicherweise ein (Ent-)Packprogramm nötig (je nach Betriebssystem) – 7Zip oder vergleichbare kostenlose Software ist ausreichend.

B2

III)

Danach kann die Setup-Datei ausgeführt und der Codian Converter installiert werden. Dazu wird einfach den vorgegebenen Setup-Schritten gefolgt.

B3

Layouterstellung und Transcodierung

I)

Nach der Installation steht der Codian Converter über die (je nach Betriebssystem verschiedenen) Verknüpfungen zur Verfügung und kann gestartet werden.

C1

II)

Um die heruntergeladene codian-Datei einzubinden wird diese über den Punkt „File“ → „Add recording...“ ausgewählt. Danach ist die Datei ausgewählt und im Converter eingebunden.

Anm.: Sollen mehrere Aufzeichnungen konvertiert werden, so können diese auch nacheinander eingebunden werden. (Jedoch ist zu beachten, dass die folgenden Einstellungen dann für alle diese Dateien gelten. Sofern individuelle Layouts für jede Konferenzaufzeichnung gewünscht sind sollte jede Aufzeichnung getrennt konvertiert werden.)

C2

III)

Nun müssen über den Reiter „Conversions“ → „Settings“ die gewünschten Einstellungen vorgenommen werden.

Die „conversion settings“ unterteilen sich in 3 Bereiche:

General – Layout – Advanced

Punkt „General“:

Dort werden allgemeine Einstellungen zur Qualität und Auflösung vorgenommen.

Hier sollte zum Ersten der Ausgabeort der konvertierten Datei festgelegt werden, über den Button „Browse“ rechts neben „Directory“ kann dies geschehen.

Unter Format sollte MPEG-1 (.mpg) gewählt werden, da dieses später einfacher in MP4 (.mp4) umwandelbar ist.

Unter Audio sollte „High (128bit)“ eingestellt werden und bei „Video (kbps)“ sollte für maximale Qualität 4000 eingetragen werden, da dies die obere Grenze der Aufzeichnung von der DFN-MCU darstellt.

Dies schließt die grundlegenden Einstellungen zur Qualität der Transcodierung ab, alle weiteren Einstellungen haben nur noch Einfluss auf das Layout und die Anordnung der Streams (Videostream und Contentstream).

C3

Voreinstellungen

C3b

optimierte Einstellungen

Im Folgenden werden die verschiedenen Layoutmöglichkeiten und die dafür nötigen Einstellungen vorgestellt.

Je nach gewünschtem Aussehen kann eines der nachfolgenden Layouts (siehe folgende Layoutübersicht) gewählt werden.

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Die verschiedenen Layouts

Nur Videostream (kein Contentstream vorhanden oder benötigt)

nur Video


I)

Wenn es nur nötig ist den Videostream zu transkodieren, kann im Reiter „General“ unter „Size“ der Punkt „Use a standard output size“ ausgewählt und im Dropdown-Menü „HD (1280x720)“ gewählt werden. (Dadurch wird die maximale Auflösung für die Zieldatei erreicht.)

F1

II)

Im Reiter „Layout“ wird dann „Use a standard layout setting“ ausgewählt und im Dropdown-Menü „Contentstream disabled“ übernommen.

F2

III)

Nach einem Klick auf „OK“ kann die Konvertierung über den Button KButton gestartet werden. Die Datei wird nach der Konvertierung bei der eingestellten Ausgabeposition (siehe "Layouterstellung und Transcodierung" Punkt III ) erstellt.

F4


Jeweils eine Datei für Video- und Contentstream

Video- und Contentstream getrennt


I)

Wenn es nötig ist den Videostream und Contentstream getrennt zu transkodieren, kann wie unter a) im Reiter „General“ unter „Size“ der Punkt „Use a standard output size“ ausgewählt und im Dropdown-Menü „HD (1280x720)“ gewählt werden. (Dadurch wird die maximale Auflösung für die Zieldateien erreicht.)

F1

II)

Im Reiter „Layout“ wird „Output contentstream to separate video file“ ausgewählt.

 

F3

III)

Nach einem Klick auf „OK“ kann die Konvertierung über den Button KButton gestartet werden. Die Dateien werden nach der Konvertierung bei der eingestellten Ausgabeposition (siehe "Layouterstellung und Transcodierung" Punkt III) erstellt. Die Content Datei ist dabei mit dem Zusatz „_content“ versehen.

F5


Video- und Contentstream in einer Datei

Mit dieser Konfiguration wird der Video- und der Contentstream in einer Datei verbunden. Problematisch kann dabei die Wahl der Anordnung der beiden Streams sein.

Achtung:

Grundsätzlich existieren verschiedene Layouts, welche die Anordnung der beiden Streams in der Enddatei bestimmen. Diese können in „Layouts“ eingestellt werden. Dabei wird „Use a standard layout setting“ ausgewählt und im Layout - Dropdown-Menü das gewünschte Layout (etwa „Contentstream on right“) ausgewählt. Es zeigt sich jedoch, dass diese Einstellung meist zu geringerer Gesamtqualität bzw. relativ großen „schwarzen Balken“ um das Bild (und folglich zu einem Qualitätsverlust) führt.

Aus diesem Grund werden hier „optimierte“ Anordnungen vorgestellt, bei denen eine höhere Qualität erreichbar ist.

Im Anhang sind alternativ zu der hier dargestellten manuellen Einstellung 2 Konfigurationsdateien zu finden, in denen die vorzunehmenden Einstellungen erfasst sind.

Video- und Contentstrean nebeneinander

Video- und Contentstrean nebeneinander


I)

Hier muss im Reiter „General“ zuerst unter „Size“ der Punkt „Specify a custom size“ gewählt und für „Width“ = 1152 bzw. für „Height“ = 384 eingetragen werden.

G1

II)

Danach wird im Reiter „Layout“ der Punkt „Specify a custom layout“ gewählt. Weiterhin wird bei Stream 1 Enable gewählt (Audio und Video werden dabei konvertiert).

„Position“ kann auf 0,0 belassen werden, in „Size“ muss jedoch unter „Width“ = 640 und unter „Height“ = 360 eingetragen werden, da dies die besten Ergebnisse zeigte.

Danach wird über den Scrollbalken rechts nach unten gescrollt um weitere Einstellungen vorzunehmen.

Der Unterpunkt „Stream 2“ sollte auf "Disable" gestellt werden.

Der Unterpunkt „Content stream“ sollte auf „Enable“ gestellt werden. Weiterhin muss unter „Position“ bei „Left“ = 640 und bei „Top“ = 0 eingetragen werden. Unter Size wird bei „Width“ = 512 und bei „Height“ = 384 eingetragen. (siehe Screenshot „Content stream")

Die beiden Unterpunkte „Loudest stream“ und „Quitest stream“ sollten beide deaktiviert („Disable“) werden. (siehe Screenshots „Loudest stream“ und „Quietest stream“)

G2

"Stream 1"

G2b

"Stream 2"

G2c

"Content stream"

G2d

"Loudest stream"

G2e

"Quietest stream"

III)

Nach einem Klick auf „OK“ kann die Konvertierung über den Button KButton gestartet werden.

G3
Video- und Contentstream übereinander

Video- und Contentstrean übereinander


I)

Hier muss im Reiter „General“ zuerst unter „Size“ der Punkt „Specify a custom size“ gewählt und für „Width“ = 640 bzw. für „Height“ = 840 eingetragen werden.

H1

II)

Danach wird im Reiter „Layout“ der Punkt „Specify a custom layout“ gewählt. Weiterhin wird Enable gewählt (Audio und Video werden dabei konvertiert).

„Position“ kann auf 0,0 belassen werden, in „Size“ muss jedoch unter „Width“ = 640 und unter „Height“ = 360 eingetragen werden, da dies die besten Ergebnisse zeigte.

Danach wird über den Scrollbalken rechts nach unten gescrollt um weitere Einstellungen vorzunehmen.

Der Unterpunkt „Stream 2“ sollte auf "Disable“ gestellt werden.

Der Unterpunkt „Content stream“ sollte auf „Enable“ gestellt werden. Weiterhin muss unter „Position“ bei „Left“ = 0 und bei „Top“ = 360 eingetragen werden. Unter Size wird bei „Width“ = 640 und bei „Height“ = 480 eingetragen. (siehe Screenshot „Content stream“)

Die beiden Unterpunkte „Loudest stream“ und „Quitest stream“ sollten beide deaktiviert („Disable“) werden. (siehe Screenshots „Loudest stream“ und „Quietest stream“)

G2

"Stream 1"

G2b

"Stream 2"

G2f

"Content stream"

G2d

"Loudest stream"

G2e

"Quietest stream"

III)

Nach einem Klick auf „OK“ kann die Konvertierung über den Button KButton gestartet werden.

G3

 

Bild im Bild

Bild im Bild


I)

Für eine "Bild im Bild"-Anordnung wird im Reiter „General“ unter „Size“ der Punkt „Use a standard output size“ und im Dropdown-Menü „HD (1280x720)“ ausgewählt. (Dadurch wird die maximale Auflösung für die Zieldatei erreicht.)

F1

II)

Danach wird im Reiter „Layout“ der Punkt „use a standard layout setting“ gewählt. Weiterhin wird "Picture in Picture" im Dropdown-Menü angewählt.

I1

III)

Nach einem Klick auf „OK“ kann die Konvertierung über den Button KButton gestartet werden.

G3
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Nutzung des VLC media players zwecks Konvertierung zu .mp4

Da das mpg-Format weniger gebräuchlich ist, wird hier eine Möglichkeit vorgestellt dieses in das häufiger genutzte mp4-Format zu wandeln.

Genutzt wird dabei der frei verfügbarer VLC media player in der deutschen Version.

I)

Nach dem Download und der Installation des VLC players wird dieser geöffnet.

J1

II)

Es wird unter „Medien“ → „Konvertieren/Speichern“ ausgewählt.

J2

III)

Nun wird über den Button „Hinzufügen“ die vorher in das mpg-Format umgewandelte Datei eingebunden. ( Es besteht auch die Möglichkeit die Datei einfach per Drag&Drop in das Feld einzufügen.)

J3

IV)

Danach wird auf „Konvertieren/Speichern“ geklickt.

J4

V)

Im Folgenden muss unter „Einstellungen“ der Punkt „Konvertieren“ gewählt sein und unter Profil ein Konvertierungsprofil gewählt werden.

Achtung:

Im internen Test zeigte sich, dass das vorgegebene Konvertierungsprofil für das mp4-Format Audiofehler verursachte, daher ist anzuraten ein neues Profil mit leicht modifizierten Werten zu nutzen. Falls dies schon geschehen ist kann mit Punkt XI) fortgefahren werden.

J5

VI)

Das Erstellen eines Konvertierungsprofils geschieht über den ganz rechten Button neben dem Profil-Dropdown-Menü (siehe Symbol rechts bzw. Screenshot darunter).

J6

J7

VII)

Im sich neu öffnenden Fenster sollte zu Beginn im Feld nach „Profilname“ ein aussagekräftiger Name für das neue Profil eingetragen werden (etwa CodianMCU).

Weiterhin muss im Reiter „Verkapselung“ → MP4/MOV ausgewählt werden.

J8

VIII)

Im Reiter „Videocodec“ wird sofern dies nicht schon voreingestellt ist bei Codec „H.264“ ausgewählt.

Die Bitrate wird dann auf 4000 (~maximale Aufzeichnungsrate von der DFN- MCU) eingestellt. Die Einstellung sollten im übrigen wie im Screenshot aussehen (siehe rechts)

J9

IX)

Im Reiter „Audiocodec“ wird als Codec MP3 gewählt und die Bitrate auf 130 eingestellt. Kanäle werden auf 2 eingestellt und die Abtastrate kann auf 44100 Hz erhöht werden. Auch hier sollten alle Einstellungen etwa wie auf dem Screenshot aussehen.

Der Reiter „Untertitel“ ist nicht von Bedeutung, dieser sollte also deaktiviert bleiben, bzw. sollten Untertitel aktiviert sein kann dies abgewählt werden.

J10

X)

Zum Abschluss kann nun auf „Erstellen“ im unteren rechten Teil des Fensters geklickt werden. Das Profil ist nun gespeichert und kann genutzt werden.

J11

XI)

Das Profil kann nun im Dropdown-Menü ausgewählt werden (Im Screenshot wurde etwa das Profil „Test“ gewählt).

J12

XII)

Nachdem das Profil gewählt wurde muss im Feld „Ziel“ ein Ausgabeort für die Datei gewählt werden. Dies kann entweder durch einen Klick auf „Durchsuchen“ und der Auswahl eines Speicherortes und eines Dateinamens für die zu erstellende Datei geschehen (Es sollte dann darauf geachtet werden, dass bei „Dateityp“= „Container *.mp4“ ausgewählt ist), oder es kann direkt ein Link eingefügt werden mit dem Verweis auf die zu erstellende Datei (etwa "C:/Konf.mp4"). Nach einem Klick auf "Speichern" wird der Zielort übernommen.

J13

J14

XIII)

Nach einem Klick auf „Start“ wird der Konvertierungsvorgang begonnen.

Achtung:

Die Konvertierung kann sehr lange dauern (je nach Länge der Ausgangsdatei). Der Fortschrittsbalken von VLC gibt dabei einen groben Indikator wie weit fortgeschritten der Vorgang ist.

Die Datei wird sofort beim Klick auf „Start“ erstellt, jedoch wird sie erst mit Abschluss der Transcodierung vollständig „gefüllt“, d.h. erst wenn VLC die Umwandlung abgeschlossen hat (was einige Zeit in Anspruch nehmen kann je nach Hardware) ist die Datei vollständig.

J15

XIV)

Nach der Konvertierung wurde an dem gewählten Ausgabeort die Datei erstellt.

J16

Hinweise:

Der Vorgang wurde in den Tests am VCC an verschiedenen Rechnern durchgeführt bei denen sich keine grundlegenden Leistungsprobleme bei der Transkodierung zeigten, jedoch kann der Vorgang bei schwächeren Rechnern weit länger dauern.

Es ist weiterhin darauf hinzuweisen, dass die Vorgänge mit der Version 2.1.1 des VLC players durchgeführt wurden und aktuellere Versionen möglicherweise Unterschiede aufweisen.

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Anhang:

Hier besteht die Möglichkeit zwei vorformatierte Layoutdateien für die Erstellung einer Datei mit Video- und Contentstream herunterzuladen, welche im Codian Konverter über den Punkt "Conversions" -> "Open template.." eingebunden werden können. Zu beachten ist, dass auch bei der Nutzung dieser vorkonfigurierten Layouteinstellungen der Ausgabeort angepasst werden muss, um die Ausgabedateien "wiederzufinden".

Alternativ können die Einstellungen auch manuell vorgenommen werden (wie im entsprechenden Kapitel beschrieben).

Zum Download auf den entsprechenden Link klicken und Speicherort festlegen ( in Firefox ist etwa "Datei speichern" auszuwählen):

Layout 1 - Konfigurationsdatei zur Erstellung eines Layouts nach Muster Video- und Contentstream nebeneinander

(manuelle Einstellung im entsprechenden Kapitel)

 

Layout 2 - Konfigurationsdatei zur Erstellung eines Layouts nach Muster Video- und Contentstream übereinander

(manuelle Einstellung im entsprechenden Kapitel)

 

Weitere Layouts:

Freundlicherweise bereitgestellt von Dr. Jörn Stock (German Heart Institute Berlin Services GmbH) [durch VCC leicht modifiziert (Videobitrate)]

Layout 3 - Konfigurationsdatei mit Speaker im CIF Format und Content im XGA Format nebeneinander [Screenshot]

Layout 4 - Konfigurationsdatei mit der halben Auflösung des Layouts 3 (Speaker und Content nebeneinander; Auflösung insgesamt 688x384) [Screenshot]

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