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Testbericht TANDBERG 1000

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Allgemein

TANDBERG 1000

Zeitraum: 03.12. bis 11.12.2002

SW-Version: 4.3 PAL

Die TANDBERG 1000 ist ein Kompakt-System mit integriertem TFT-Display, welches durch sein Design auch transportabel ist. Das Gerät ermöglicht Videokonferenzen über ISDN bis 384 kbps und im LAN bis 768 kbps. Die TANDBERG 1000 besitzt einen PCMCIA-Slot für WLAN (IEEE 802.11b).

Das Gerät kann an die Wand gehängt oder mittels eines Ständers auf den Tisch gestellt werden.

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Installation

Der Lieferumfang der TANDBERG 1000 besteht aus dem Gerät mit integrierter Kamera, den notwendigen Kabeln, der handyähnlichen Fernbedienung und dem Handbuch. Dieses Handbuch umfaßt eine Quickreferenz, welche in drei Sprachen beiliegt (deutsch, englisch und norwegisch).

Die TANDBERG 1000 kann problemlos innerhalb einer Minute aufgebaut werden, somit ist die Betriebsbereitschaft innerhalb von wenigen Minuten hergestellt.

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Test

Die Nutzung der TANDBERG 1000 ist auf Grund der durchdachten Benutzerführung in Kopplung mit der farblichen Gestaltung der Fernbedienung sehr einfach und intuitiv durchführbar.

Das Feld [H.323-Prefix] ist nicht etwa der H.323-Name, sondern die Möglichkeit einen Prefix zu definieren, damit die automatische Wahl auf LAN schaltet. Ansonsten wird standardmäßig ISDN gewählt, und dies auch bei der Auswahl [automatisch]. Wir haben hier die 0049 als Prefix definiert, was uns das Umstellen des Netzes auf LAN bei jedem einzelnen Anruf ersparte. Das Feld [H.323-Name] war mit maximal 20 zugelassenen Zeichen für unsere Namenskonvention zu kurz.

Besonders gelungen ist die Möglichkeit, die Menüs halbtransparent über das aktuelle Videobild zu legen und damit während der Konferenz Statusabfragen vorzunehmen oder Einstellungen zu ändern.

Die Tests mit Geräten der Firmen VCON und Polycom verliefen gut, die Zusammenarbeit mit NetMeeting war für eine gelungene Videokonferenz nicht ausreichend. Die Zusammenarbeit mit der DFN-MCU (RADVision MCU-100, SW 2.2) war im Modus "Voice Activated" mit einigen Problemen im Videobereich versehen, im Modus "Continuous Presence" problemlos und qualitätsmäßig überzeugend.

Negativ ist die eingeschränkte Rufnummernlänge der Software. Die Eingabe wird nur bis 21 Zeichen fehlerfrei übertragen, was für MCU-Rufe mit gleichzeitiger Einladung eines Partners zu wenig ist. Es lassen sich zwar mehr als 21 Zeichen eingeben (bis zu 30), aber dieser String wird vor der Übertragung auf 21 Zeichen gekürzt. Ein zweimaliger Ruf eines Adressbucheintrages mit 30 Zeichen führt zum Absturz des Systems.

Der remote-Zugriff auf das System per WWW ist im uneingeschränkten Funktionsumfang nur per MS Internet Explorer möglich.

Einen kleinen Scherz haben sich die Entwickler im Menü [Diagnose] erlaubt, wo die undokumentierte Funktion der blauen Taste eine Auswahl zwischen einem einfachen Spiel und der Anzeige von Sternen ähnlich eines Bildschirmschoners ermöglicht.

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Fazit

Die TANDBERG 1000 ist ein kompaktes System, welches neben seinem gelungenen Design auch durch eine hohe Qualität der Verbindungen und die benutzerfreundliche Bedienung auffällt. Kritisch ist allerdings der Preis im oberen Marktsegment vergleichbarer Produkte und die mangelhafte T.120-Unterstützung zu sehen, welche nur per serieller Schnittstelle realisiert wird und dadurch zusätzliche Geräte benötigt.

Dokumentation

Hersteller: TANDBERG
Distributor: MVC, FARONETICS

Unterstützte Standards H.320, H.323
Audiokodierungen G.711, G.722, G.722.1, G.728
Videokomprimierung H.261, H.263
Videoeingänge Kamera,
S-Video,
XGA (640x480 bis 1024x768)
Videoausgänge SVGA (640x480 bis 800x600)

Wir danken der Firma MVC Frankfurt/M. für die Teststellung.

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