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Testbericht VCON MC 9000

PDF-Version (druckoptimiert)

Allgemein

Zeitraum: Juli 2002

SW-Version: MediaConnect 2.1.9

Das System VCON MediaConnect 9000 ist der Nachfolger des Systems MC 8000. Es wird von VCON in zwei Varianten mit jeweils zwei unterschiedlichen Ausbaustufen bezüglich der ISDN-Fähigkeiten angeboten. Die Systeme MC9000 und MC9000 Pro unterscheiden sich aber nicht in ihren Möglichkeiten, was das LAN betrifft.

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Inbetriebnahme und Installation

Das System 9000 basiert auf einem Dell-PC mit Windows 2000. Es ist ein optisch ansprechendes System, welches zusammen mit einer Kamera und einem hochwertigen Monitor ausgeliefert wird. Das Videobild wirkt dadurch unscharf, weil ein Fernseher immer Probleme mit der Darstellung eines VGA-Bildes hat.

Der Aufbau gestaltet sich unkompliziert, das Handbuch erklärt alle notwendigen Schritte genau und detailliert, so daß kaum etwas falsch angeschlossen werden kann. Die zum Betrieb notwendige Software MediaConnect 1.0 ist bereits vorinstalliert. Sie löst die noch beim Vorgängermodell verwendete Software MeetingPoint ab. Aber auch die ältere Software ist in der Version 4.61 noch vorhanden und betriebsbereit.

Die neue Software ist intuitiv bedienbar, so daß man ohne langes Studium von Handbüchern, Betriebsanleitungen oder ähnlichem sofort eine Videokonferenz starten kann.

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Test

Die uns vorliegende Software schien noch eine Betaversion zu sein, in der noch nicht alle Bedienelemente betriebsbereit waren. Die Videoqualität war über alle Tests zufriedenstellend, beim Audio gab es vereinzelt Störungen, welche aber von der Gegenstelle abhängig sind. Die detaillierten Testergebnisse finden sich in unserer Kompatibilitätsmatrix.

Die Einstellmöglichkeiten des Audio bieten drei Optionen ("Akustische Echounterdrückung"; "Automatische Lautstärke Anhebung" und "Automatische Rauschunterdrückung"). Dieses drei Optionen sollten nicht alle drei zugleich benutzt werden, dieses führt zu einem unannehmen Grundrauschen, welches eine fehlerfreie Verständigung sehr erschwert.

Die Kamerafernsteuerung funktioniert sehr gut in einer homogenen VCON-Umgebung, aber nur in vereinzelten Ausnahmefällen mit Geräten anderer Hersteller. Dafür verständigen sich VCON-Geräte sehr oft untereinander über die zur Verfügung stehende Bandbreite und verhandeln diese zu oft neu. Diesem Problem ist nur beizukommen, wenn das Autosensing der Netzwerkkarte durch Einstellen eines festen Wertes auf dem Port unterbunden wird.

Die mitgelieferte Infrarottastatur mit integrierter Maus ist etwas gewöhnungsbedürftig in der Bedienung. Die Schnittstellen und die dazwischenliegende Strecke dürfen nicht verstellt sein, sonst kann es zu Übertragungsproblemen kommen. Hier ist Austausch durch eine Funktastatur und -maus möglich, was die Reichweite und Zuverlässigkeit spürbar erhöht.

Die getesteten Konferenzen auf der MCU des DFN liefen in allen Varianten im Audio- und Videobereich mit zufriedenstellender Qualität.

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Fazit

Das System VCON MC9000 kann im LAN-Bereich als Raumsystem empfohlen werden. Es eignet sich besonders für Gruppenkonferenzen, wo alle einen größeren Abstand zum Monitor haben. Auf Grund des Basis-PC ist es auch sehr gut für alle Anwendungsfälle geeignet, die T.120-Funktionalität erfordern.

Dokumentation

Hersteller: VCON

Unterstützte Standards H.320, H.323, T.120
Audiokodierungen G.711, G.722, G.723, G.728
Videokomprimierung H.261, H.263
Videobandbreite im LAN bis 1,5 Mbps
Auflösungen CIF bis 30 fps
QCIF bis 30 fps
Videoeingänge 1 x S-Video
2 x Composite
Videoausgänge 1 x S-Video
1 x SVGA
1 x Composite
T.120 Application-Sharing
File Transfer
Whiteboard
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