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Testbericht Sony PCS1

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Allgemein

SONY PCS 1

Zeitraum: 14.06. bis 24.06.2004

SW-Version: 2.32c

Die Sony PCS1 ist ein Settop-System, welches Videokonferenzen im LAN-Bereich bis 2 Mbps und im ISDN bis 768 kbps ermöglicht. Sie besitzt ein gelungenes, schönes Design, welches in einer kompakten Bauweise realisiert wurde. Sie stellt das Nachfolgemodell der Sony Contact 1600 dar. Die Anzahl der unterstützten Standards hat sich aber wesentlich erhöht.

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Installation

Zum Lieferumfang gehören neben den Zubehörteilen für ISDN und Datenkonferenzen die Fernbedienung und ein Handbuch. Das intern eingebaute Mikrofon des Systemes funktioniert, aber wir empfehlen, das externe Mikrofon ebenfalls zu erwerben.

Die kompakte Fernbedienung besitzt ein joystickähnliches Hauptsteuerelement. Die Bedienung damit ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, funktioniert dann aber gut.

Der Anschluß des Gerätes gestaltet sich problemlos. Die gute Beschriftung und Einteilung in logisch zusammengehörige Gruppen (MIC,Audio, Video) erleichert diese Arbeit sehr. Nach dem Start ist die PCS 1 gegenüber vergleichbaren Systemen außergewöhnlich schnell betriebsbereit.

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Test

Die Software ist sehr bedienerfreundlich. An jeder relevanten Stelle wird ein Hilfetext eingeblendet, welcher angibt, welche Taste der Fernbedienung an dieser Stelle für welche Funktion zuständig ist. Diese Texte können aber auch durch erfahrene Nutzer ausgeblendet werden. Überhaupt lassen sich sehr viele Einstellungen nutzerdefiniert vornehmen, was einen gewissen Aufwand bei der Einarbeitung in das umfangreiche Menü bedeutet, welcher aber mit einer Vielzahl von sinnvollen Einstellmöglichkeiten belohnt wird.

Ein Beispiel dieser feinsinnigen Steuermöglichkeiten sind die möglichen Modi der Far-End-Kamerasteuerung. Diese kann generell verboten oder gestattet werden. Im letzteren Fall kann dann noch eingestellt werden, ob diese Möglichkeit bei eigenem Anruf oder ankommenden Anruf gewährt wird oder bei beiden. Leider sind diese Einstellungen nicht in einem Menüpunkt zusammengefaßt, sondern über drei Untermenüs verteilt, welche auch immer "Far-End-Steuerung" heißen. Das kann ohne Studium des Handbuches - welches jetzt im Gegensatz zu Vorgängermodellen auch als pdf-File vorliegt - zu Verwirrung führen.

Der telnet-Zugang wurde von Sony per Paßwort gesichert und ist damit nicht mehr wie früher frei verfügbar.

Die Tests mit anderen Endsystemen verliefen in guter bis sehr guter Video- und Audioqualität . Auch die Zusammenarbeit mit der RADVision-MCU des DFN gelang sehr gut. Die Zusammenarbeit von H.239 zwischen der PCS1 und der MCU funktioniert nicht, was aber im Moment bei keinem Hersteller der Fall ist. An der Verbesserung dieses Zustandes arbeiten die beiden Firmen bereits.

Die TCS4-Dokumentation im ISDN-Bereich fehlt. Hier befindet sich Sony leider in guter Gesellschaft, kein Hersteller hält dieses für nötig.

Der Datenaustausch per T.120 ist im IP-Bereich nicht möglich, hier besitzt die PCS1 eine eigene Lösung, welche nicht mit anderen Herstellern kompatibel ist. Innerhalb der "Sony-Welt" arbeitet diese Lösung jedoch hervorragend.

Das Konzept des Memory-Sticks erlaubt das Übertragen von Präsentationen, Fotos oder ähnlichem. Daneben kann der Stick auch für ein Software-Update oder das Laden des persönlichen Telefonbuches genutzt werden. Damit kann der Anwender überall wo eine PCS1 vorhanden ist, auf sein eigenes Adressverzeichnis zugreifen.

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Fazit

Die Sony PCS 1 ist ein leistungsfähiges Gerät ohne größere Mängel mit guter Qualität in Audio- und Videokonferenzen, welches ein akzeptables Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.

Dokumentation

Hersteller: Sony

Unterstützte Standards H.320, H.323
Audiokodierungen G.711, G.722, G.722.1, G.723, G.728, G.729, MPEG-4 AAC mono
Videokomprimierung H.261, H.263, H.263+, H.263++, H.264, MPEG-4 SP@L3
Videoeingänge S-Video, Composite
Videoausgänge S-Video, Composite, RGB, Video-IR für Dokumentenkamera PCS-DS150P
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