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Testbericht Emblaze-VCON vPoint HD 7.0

PDF-Version (druckoptimiert)

Allgemein

Zeitraum

Im VCC wurde vPoint HD 7.0 im Juli/August 2006 getestet.

SW-Version

Emblaze-VCON vPoint HD 7.0

Geräteklasse

Das Videokonferenzsystem vPoint HD 7.0 ist ein Softwareclient für die Betriebssysteme Windows XP und 2000. Die Software funktioniert mit einem USB-Dongle. Die vPoint HD FREE 30-Day Trial Version erfordert ab dem 31. Tag diesen Dongle, der auch noch nach Start des Programmes in die USB-Schnittstelle gesteckt werden kann. Das Programm funktioniert dann sofort.

Wird vPoint HD 7.0 zusammen mit dem Media Xchange Manager (MXM) von Emblaze-VCON benutzt, kann die Lizenzierung auch darüber erfolgen. Dann ist kein Dongle erforderlich. Mit der Anmeldung am MXM erfolgt gleichzeitig die unbegrenzte Freigabe. (Info: O. Götz, Friedrich-Schiller-Universität Jena)

Lieferumfang

Die Software lässt sich auf den Internetseiten des Herstellers Emblaze-VCON herunterladen und nutzen, wenn man bereits über den USB-Dongle verfügt. Ansonsten gibt es die Software auf CD zusammen mit dem USB-Dongle.

Bandbreiten

Das Videokonferenzsystem ermöglicht jetzt im LAN-Bereich Videokonferenzen bis 4 Mbps.

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Installation

Die Mindestvoraussetzungen für die Hardware beginnen bei einem Pentium IV PC mit 1.6 GHz. Für die Verwendung von H.264 ist eine HyperThread-fähige CPU oder ein Intel Centrino CPU 1,2 GHz oder ein Athlon XP 2600 oder Athlon 64 2800 erforderlich. Installationshinweise finden Sie im Testbericht zu Vorgängerversion VCON vPoint HD. Im Test verlief die Installation problemlos.

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Test

Bedienung

Hat man das Setup ausgeführt und die Software das erste mal gestartet, empfiehlt es sich, unter [Control/Settings/Display] (Steuerung/Einstellung/Anzeigen) Deutsch für die Benutzeroberfläche einzustellen und die standardmäßig niedrig eingestellte Bandbreite auf mindestens 1536 kbps oder höher zu ändern. Im Dialog [Steuerung/Einstellung/Netzwerk/Details/Verzeichnis] sollte der standardmäßig vorhandene Haken zur Anmeldung am Online-Verzeichnis (= IL-Server) entfernt werden. Die Gründe sind in unserer Konfigurationsanleitung dargelegt.
Die Programmoberfläche kann über vier verschiedene Modi vom Mini-Modus bis zum Vollbild variiert werden. Ansonsten ist das Programm bezüglich der Bedienung selbsterklärend.

Audio/Video

Die Tests mit allen im VCC verfügbaren Geräten verliefen mit guter bis sehr guter Audio- und Videoqualität. Die Qualität der Videokonferenzen hängt bei diesem ausschließlich softwarebasierten VC-Client stärker als bei anderen VC-Geräten von der zu Grunde liegenden PC-Hardware ab und den unter dem Betriebssystem allgemein vorgenommenen Einstellungen. Besonders im Audiobereich können sich eventuelle Änderungen anderer Programme sofort auch auf vPoint HD 7.0 auswirken.

H.264

Der Softwareclient Emblaze-VCON vPoint HD in der Version 7.0 kann jetzt das Videoformat H.264 bis zu einer Bandbreite von 512 kbps senden und empfangen. Das konnte bei allen Tests erfolgreich überprüft werden, vorausgesetzt, die Gegenstelle hat diesen Codec implementiert.

H.239

Die Möglichkeiten der Datenpräsentation, data sharing, sind variabler geworden. Es gibt natürlich weiterhin die Möglichkeit, den gesamten Desktop freizugeben für die Anzeige. Daneben gibt es aber auch die Möglichkeit, nur einen ausgewählten Teil des Desktops der Gegenseite zu präsentieren, dessen Größe und Position selbst gewählt werden kann. Weiterhin kann man eine beliebige Datei anzeigen, die nach der Auswahl auf dem eigenen PC mit der zugehörigen Anwendung automatisch gestartet wird und dann auf der Gegenseite gezeigt wird. Bei der vierten Möglichkeit kann ein beliebiges Windowsfenster ausgewählt und der Gegenseite präsentiert werden. Jedes Objekt, das man auf die Position des ausgewählten Fensters schiebt, wird mit übertragen.

Für die Einschätzung der H.239 Übertragung wurde eine PowerPoint-Präsentation mit verschiedenen Testfolien genutzt. Es zeigt sich sehr deutlich, dass vPoint HD 7.0 als Empfängerseite des Datenstroms Schriftgrößen ab 8 Pixel gut lesbar anzeigt, wenn es im Vollbildmodus genutzt wird. Auch Grafiken werden ausreichend scharf angezeigt. Bei den Geräten, die als Gegenstelle fungierten, streut die Qualität der Lesbarkeit von Text zwischen 8 bis 18 Pixel. Auch die Qualität dargestellter Grafiken schwankt gleichverteilt zwischen scharf und unscharf bei den genutzten Gegenstellen.

Kamerafernsteuerung

Die Kamerafernsteuerung hat beim Vorhandensein der technischen Voraussetzungen an den Gegenstellen in beiden Richtungen immer funktioniert.

MCU

Beim Test mit der Codian MCU 4220 wurden sehr gute Audio- und Videoqualitäten erreicht. Beim Senden eines H.239 Datenstroms wurde das Bewegtbild sehr verzögert dargestellt.
Mit der RADVision viaIP 400 konnten sehr gute Audioqualitäten erreicht werden. Die Videoqualität konnte als gut eingeschätzt werden, wobei das Video etwas unscharf dargestellt wurde. Bewegtbilder wurden manchmal etwas verwischt dargestellt.

Gatekeeper

Die Zusammenarbeit mit den Gatekeepern GNU-GK 2.0.7 und CISCO MCM funktionierte ohne Probleme.

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Fazit

Das System Emblaze-VCON vPoint HD 7.0 ist ein softwarebasiertes VC-System, das als Arbeitsplatzsystem für Video- und Audiokonferenzen mit H.239 Funktionalität empfohlen werden kann. Um alle Funktionalitäten in vollem Umfang nutzen zu können, ist ein leistungsstärkerer PC als in den von Emblaze VCON empfohlenen Mindestvoraussetzungen zwingend notwendig.

Dokumentation

Hersteller: Emblaze-VCON
Distributor: Pan Dacom

Unterstützte Standards H.323
Audiokodierungen G.711, G.722, G.722.1, G.723.1, G.728, G.729, ACC-LD
Videokomprimierung H.261, H.263, H.263+/++, H.264 (senden bis 512 kbps)
Videoformate CIF, QCIF, QVGA, HDTV (1280-720)

Vielen Dank an die Firmen Emblaze-VCON und Pan Dacom für die Unterstützung bei der Teststellung.

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