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Testbericht Emblaze-VCON HD7000Pro

PDF-Version (druckoptimiert)

Allgemein

(c) Emblaze-VCON

Zeitraum

Die Emblaze-VCON HD7000Pro wurde im VCC im September 2008 getestet.

SW-Version

Die getestete Softwareversion ist die 8.0.0.37.

Geräteklasse

Die Emblaze VCON HD7000Pro ist ein HD fähiges Videokonferenzsystem in PC Bauweise mit einer maximalen Videoauflösung bis 1080p (1920 x 1080 Pixel) in Empfangsrichtung bei einer maximal möglichen Bildrate von 30 fps ab einer Bandbreite von 256 kbps.

Lieferumfang

Zum Lieferumfang gehören ein PC mit Windows XP und der Videokonferenzsoftware, eine Sony EVI-HD1 Kamera mit PTZ Funktionalität, ein Tabeltop Mikrophon, eine Fernbedienung und eine schnurlose Tastatur.

Bandbreiten

Das Videokonferenzsystem ermöglicht IP-basierte Videokonferenzen bis 4 Mbps.

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Installation

Das System wird komplett installiert vertrieben. Die Inbetriebnahme, d.h. der Anschluss aller Komponenten, ist unkompliziert. Von drei vorhandenen IP-Anschlüssen können zwei genutzt werden.

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Test

Bedienung

Die Menüs der Emblaze VCON HD7000Pro sind übersichtlich und selbsterklärend. Vereinzelt tauchen in der Menübeschriftung kyrillische Buchstaben auf. Die Bedienerführung ist unkompliziert.
Beim Neustart des Systems ist standardmäßig NumLock aktiviert. Das hat zur Folge, dass auf der Tastatur nur "die blauen Zeichen" eingegeben werden können. Wenn man diesen Sachverhalt nicht kennt, müht man sich vergeblich, zum Beispiel die Null auf der oberen Tastaturreihe einzugeben. Nach vertiefender Betrachtung der Tastatur nimmt man dann den Ziffernblock als solches wahr. Wenn NumLock aktiviert ist, wird das durch eine Diode am Infrarotempfänger signalisiert, ist aber nicht gekennzeichnet.
Gatekeepereintragungen, die manuell gelöscht wurden, waren leider wieder da, wenn nach dem Neustart des VC-Systems die Gatekeepernutzung aktiviert wurde. Dafür fehlten die Menübeschriftungen, die auch nach einem nochmaligen Neustart gelöscht blieben. Per Web-Zugriff konnten die Gatekeepereintragungen permanent gelöscht werden.

Audio/Video

Die Tests mit den im VCC verfügbaren Geräten verliefen mit sehr guter bis guter Audioqualität. Manchmal traten kurzzeitig Störgeräusche im Audio auf oder bei Beginn des Sprechens Tonschwankungen.
Die Videoqualität war in den meisten Fällen sehr gut bis gut. Dabei wurden von den Geräten in den verschiedenen Verbindungen Videoauflösungen von QVGA und QCIF, über CIF, 4CIF und 720p verwendet.
Eine Verbindung mit 1080p konnte nicht getestet werden.

H.264

Das System sendet und empfängt den Videostandard H.264 bis zu einer Bandbreite von 4 Mbps. Dieser Standard wurde in allen Testverbindungen ausgehandelt, wenn die Gegenstelle diesen Videocodec implementiert hat.

H.239

Die Qualität der Präsentationen bei der Übertragung von Folien weist ein Spektrum auf, das von sehr gut bis nur eingeschränkt nutzbar reicht. In fast allen Fällen hat die Emblaze-VCON HD7000Pro die bessere Qualität beim Empfang von H.239 Folienpräsentationen im Vergleich zu den Gegenstellen. Einschränkungen gibt es bei Geräten, die schon einige Jahre am Markt sind. Schrift ist dann erst ab 12, 14 oder 18 Pixeln lesbar, Grafiken sind teilweise unscharf oder es treten Bildfehler auf.
Eine sehr gute Qualität wird mit der Codian MCU 4520 erreicht. Auch die Übertragung eines Videos erfolgt hier mit guter Qualität mit H.264 und CIF.
Initiiert die Polycom PVX-Software den Verbindungsaufbau, ist die Qualität wesentlich besser als in umgekehrter Richtung. Allerdings muß man die Fenstergröße bei XGA belassen, sonst wird das Bild unscharf. Bei der Sony G.70 ist das Empfangen von Folienpräsentationen nur eingeschränkt zu empfehlen.Schrift ist ab 18 Pixel lesbar. Die Kompensation von Störsignalen ist fehlerbehaftet. Bei einer Verbindung mit der Tandberg 6000 sollte die Emblaze-VCON HD7000Pro den Ruf initiieren, da der Empfang von H.239 Datenströmen dann besser funktioniert.
Beim Test mit der Emblaze-VCON xPoint wurde mit Beendigung der Folienpräsentation nur noch ein Standbild gesendet, nach mehrmaligen Präsentationen dann ein Schwarzbild. Die Emblaze-VCON xPoint startet dann selbstständig neu.
Das System Emblaze-VCON HD7000Pro sendet Folien immer im Format XGA (1024x768) und verwendet dazu den Codec H.263 oder H.263+.
Für die Videoübertragung in H.239 wurde entweder XGA oder CIF zusammen mit H.263 verwendet.

Kamerafernsteuerung

Die Kamerafernsteuerung hat beim Vorhandensein der technischen Voraussetzungen der beteiligten VC-Systeme immer funktioniert.

MCU

Beim Test mit der Codian MCU 4520 im Rahmen des Dienstes DFNVideoConference wurde eine gute Audioqualität mit AAC-LD und eine sehr gute Videoqualität mit H.264 und 720p erreicht.

Gatekeeper

Die Zusammenarbeit mit dem Gatekeeper GNU-GK 2.0.7 funktionierte problemlos. An den CISCO MCM ließ sich die Emblaze-VCON HD7000Pro nicht anmelden.

Sonstiges

Die Verschlüsselung mit AES nach H.235 hat in allen Verbindungen fehlerfrei funktioniert.

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Fazit

Das System Emblaze-VCON HD7000Pro ist ein PC-basiertes Videokonferenzsystem, das als Raumsystem für mittlere und größere Gruppen konzipiert ist. Für Videokonferenzen im SD- und HD-Bereich kann es empfohlen werden. Datenpräsentationen nach dem Standard H.239 überzeugen noch nicht vollständig.

Dokumentation

Hersteller: Emblaze-VCON
Distributor: MEYTEC GmbH Informationssysteme

Unterstützte Standards H.323, H.320, H.239
Audiokodierungen AAC-LD, G.722.1 Annex C, G.722, G.722.1, G.711, G.723.1, G.728, G.729, AMR(3G),
Videokomprimierung H.261, H.263, H.263+/++, H.264
Videoformate 720p, 4CIF, 4SIF, QCIF, VGA, CIF, SIF, QVGA, QCIF

Vielen Dank an die Firmen MEYTEC und Emblaze-VCON für die Unterstützung bei der Teststellung.

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