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Testbericht Emblaze-VCON HD4000

PDF-Version (druckoptimiert)

Allgemein

(c) Emblaze-VCON HD4000_desktop

Zeitraum

Die HD4000 ist im VCC seit langem im Einsatz und wurde im Juli/ August 2007 erneut getestet.

SW-Version

Emblaze-VCON HD4000 7,1.97 (7.1 SP1)

Geräteklasse

Das Videokonferenzsystem Emblaze VCON HD4000 ist ein Softwareclient für das Betriebssystem Windows XP Professional. Die Software funktioniert mit einem USB-Dongle. Aus dem Internet kann eine HD4000 FREE 30-Day Trial Version bezogen werden. Diese erfordert erst ab dem 31. Tag diesen Dongle, der auch noch nach Start des Programms in die USB-Schnittstelle gesteckt werden kann.
Wird das Konferenzsystem HD4000 zusammen mit dem Media eXchange Manager (MXM) von Emblaze-VCON benutzt, kann die Lizenzierung auch darüber erfolgen. Dann ist kein Dongle erforderlich. Mit der Anmeldung am MXM erfolgt gleichzeitig die unbegrenzte Freigabe. (Info: O. Götz, Friedrich-Schiller-Universität Jena)

Lieferumfang

Die Software lässt sich auf den Internetseiten des Herstellers Emblaze-VCON herunterladen und nutzen, wenn man bereits über den USB-Dongle verfügt. Ansonsten gibt es die Software auf CD zusammen mit dem USB-Dongle.

Bandbreiten

Das Videokonferenzsystem ermöglicht IP-basierte Videokonferenzen bis 4 Mbps.

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Installation

Die Mindestvoraussetzungen für die Hardware beginnen bei einem Pentium IV PC ab 3,06 GHz Prozessortaktung. Für die Verwendung von H.264 ist eine HyperThread-fähige CPU und ein Frontside Bus mit 800 MHz und eine RAM-Ausstattung mit mindestens 512 MB und 400 Hz erforderlich. VCON empfiehlt weiterhin als Grafikkarten die ATI All-in-Wonder 9800 Pro/SE oder ATI All-in-Wonder 9600 XP/Pro und als Soundkarte die Creative SoundBlaster Live 5.1 (PCI card).
Das Testgerät ist mit einem Pentium 4 3,2 Ghz, 1GB RAM, mit einer Grafikkarte ATI All-in-Wonder 9800 Series und der Soundkarte Creative SoundBlaster Live 5.1 PCI ausgestattet.
Aufgrund einer früheren Empfehlung wurde auch die Creative SoundBlaster Live 24Bit external eingesetzt. Dies führte aber nicht zu befriedigenden Audioeigenschaften.
Angeschlossen sind die Kamera Sony EVI-D100, das VCON-Mikrofon Modell PHM 6513 II unidirektional und ein LG-TFT-TV-Monitor mit der Auflösung 1280x768@16,67:10 = 15:9 .
Die Installation von Upgrades bzw. Servicepacks verläuft tadellos. Die manuelle Deinstallation vorheriger Versionen ist nicht nötig.

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Test

Bedienung

Hat man das Setup ausgeführt und die Software das erste mal gestartet, empfiehlt es sich, unter [Settings/General Programm Settings/Settings / Options/General/Select Language] German für die Benutzeroberfläche einzustellen und Show Tool Tips auszuwählen. Im Dialog [Einstellungen/Allgemeine Programmeinstellungen/Einstellungen/Optionen/Verzeichnis] sollte der standardmäßig vorhandene Haken zur Anmeldung am Online-Verzeichnis (= IL-Server) entfernt werden. Die Gründe sind z.B. in unserer Konfigurationsanleitung zu vPoint HD dargelegt.
Die Programmoberfläche kann über vier verschiedene Anzeige-Modi (Main View, FullScreen, Dashboard, PC-View) variiert werden. Ansonsten ist das Programm bezüglich der Bedienung selbsterklärend.

Audio/Video

Die Tests mit den im VCC verfügbaren Geräten verliefen mit guter bis sehr guter Audio- und Videoqualität. Gewisse Abstriche wurden bei der Zusammenarbeit mit dem System TANDBERG 990 MXP konstatiert. Obwohl zwischen den Geräten der Audiocodec AAC-LD wirksam wurde, wurde beim TANDBERG-System der Ton als gestört/ abgehackt und auf der HD4000-Seite als recht dumpf empfunden.
Die Qualität der Videokonferenzen hängt bei diesem ausschließlich softwarebasierten VC-Client stärker als bei anderen VC-Geräten von der zu Grunde liegenden PC-Hardware und den unter dem Betriebssystem allgemein vorgenommenen Einstellungen ab. Besonders im Audiobereich können sich eventuelle Änderungen anderer Programme sofort auch auf das HD4000-System auswirken.

H.264

Der Softwareclient Emblaze-VCON HD4000 in der Version 7.1 kann das Videoformat H.264 bis zu einer Bandbreite von 4 Mbps senden und empfangen. Das konnte bei den Tests erfolgreich überprüft werden, vorausgesetzt, die Gegenstelle hat diesen Codec implementiert und kann diese Bandbreite verarbeiten.

H.239

Die Datenübertragung gemäß dem Standard H.239 wird bei Emblaze-VCON Dual Stream genannt. Die Möglichkeiten der Datenpräsentation sind variabler geworden. Es gibt die Möglichkeit, eine beliebige Datei anzuzeigen, die nach der Auswahl auf dem eigenen PC mit der zugehörigen Anwendung automatisch gestartet wird und dann auf der Gegenseite gezeigt wird. Bei einer weiteren Möglichkeit kann ein beliebiges Windows-Fenster ausgewählt und der Gegenseite präsentiert werden. Jede Änderung in diesem ausgewählten Fenster (z.B. neue Datei geöffnet) wird mit übertragen. Für den Spezialfall der Weiterleitung von Inhalten aus dem Internet ist ein Funktionsbutton "Internet" vorhanden. In diesem Fall wird der Standardbrowser auf dem HD4000-PC gestartet. Die hier angewählten Web-Seiten sehen wiederum auch die anderen Videokonferenzteilnehmer.
Für die Einschätzung der H.239-Übertragung wurde eine PowerPoint-Präsentation mit verschiedenen Testfolien genutzt. Es empfiehlt sich, die PowerPoint-Präsentation in den Vollbildmodus zu schalten (F5) und anschließend im HD4000-System das PowerPoint-Fenster zur Präsentation auszuwählen.
Es zeigt sich sehr deutlich, dass das HD4000-System als Empfängerseite des Datenstroms Schriftgrößen ab 8 Pixel gut lesbar anzeigt, wenn es im Vollbildmodus genutzt wird. Auch Grafiken werden ausreichend scharf angezeigt. Auch bei den Geräten, die als Gegenstelle fungierten, wurde die Qualität der Lesbarkeit von Text ab 8 Pixel nachgewiesen. Auch die Qualität dargestellter Grafiken wurde bei den genutzten Gegenstellen durchweg als scharf empfunden.

Kamerafernsteuerung

Die Kamerafernsteuerung hat beim Vorhandensein der technischen Voraussetzungen an den Gegenstellen in beiden Richtungen immer funktioniert.

MCU

Beim Test mit der Codian MCU 4500 wurden sehr gute Audio- und Videoqualitäten erreicht. Beim Senden eines H.239 Datenstroms wurde das Bewegtbild sehr verzögert dargestellt.
Mit der RADVision viaIP 400 konnten sehr gute Audioqualitäten erreicht werden. Die Videoqualität konnte als mäßig eingeschätzt werden, wobei das Video etwas unscharf und bei zügigen Bewegungen verwischt dargestellt wurde. Dies ist auf die geringe CIF-Auflösung zurückzuführen. Problembehaftet erwies sich der Konferenztyp 909. Bei dial-out-Anwahl des HD4000-Systems wurde das Konferenzbild erst ca. 25 sec. nach Auslösen des Konferenzrufes bei den Teilnehmern sichtbar. Dial-out-Rufe, die vom HD4000-System ausgelöst wurden, haben die Gegenstellen jeweils abgewiesen.

Gatekeeper

Die Zusammenarbeit mit den Gatekeepern GNU-GK 2.0.7 und CISCO MCM funktionierte ohne Probleme.

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Fazit

Das System Emblaze-VCON HD4000 ist ein Software-basiertes VC-System, das als Arbeitsplatzsystem (1-3 Personen) mit PC- oder TV-Monitor für Video- und Audiokonferenzen mit H.239-Funktionalität empfohlen werden kann. In Verbindung mit einem Beamer am PC kann das System aber auch für mittlere und größere Gruppen genutzt werden. Insbesondere der Hauptanzeigemodus (Main View) eignet sich sehr gut für Displays im Format 16:9. Um alle Funktionalitäten in vollem Umfang nutzen zu können, ist ein leistungsstarker PC eine notwendige Voraussetzung.

Dokumentation

Hersteller: Emblaze-VCON
Distributor: MEYTEC GmbH Informationssysteme

Unterstützte Standards H.323, H.239
Audiokodierungen G.711, G.722, G.722.1, G.723.1, G.728, G.729, AMR(3G), ACC-LD
Videokomprimierung H.261, H.263, H.263+/++, H.264 (bis 4 Mbps)
Videoformate CIF, SIF, QCIF, QVGA, HDTV 720p(1280x720; nur Empfang)

Vielen Dank an die Firmen Emblaze-VCON und MEYTEC für die Unterstützung bei der Teststellung.

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