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Testbericht Emblaze VCON HD 3000

PDF-Version (druckoptimiert)

Allgemein

Zeitraum Seit Mitte September 2005 mit neuer Softwareversion.

SW-Version 0250.M08.D16.H16

Geräteklasse

Das Gerät Emblaze VCON HD 3000 ist ein Settopsystem mit einer integrierten MCU, wobei diese bis zu vier Verbindungen mit 384 oder drei Verbindungen mit 768 kbps herstellen kann. Es ist geeignet für Gruppenkonferenzen bis zu 10 Personen.

Lieferumfang

Zum Standardlieferumfang gehören neben dem Settopsystem das Tischmikrophon, die Fernbedienung, ein ausführliches Handbuch in Englisch, eine Kurzanleitungs-Karte (Quick Start Guide) und verschiedene Netz-, Audio- und Videokabel.

Bandbreiten

Das System ermöglicht im LAN Videokonferenzen bis zu 4 Mbps.

Sonstiges

Das Gerät zeichnet sich durch ein ansprechendes, modernes Design aus.

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Installation

Aufbau

Dank der guten Beschriftung des Gerätes und des mitgelieferten Quick Start Guides läßt sich das Gerät zügig und ohne Schwierigkeiten anschließen.

Konfiguration

Die Konfiguration des Gerätes ist unkompliziert. Die Menüs sind verständlich und übersichtlich.

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Test

Bedienung

Die Fernbedienung ist identisch mit der des früheren VCON Models Falcon IP. Die Handhabung ist schon gewöhnungsbedürftig, zumal sie die menschliche Intuition wenig unterstützt. Die Anzahl der Tasten ist im Vergleich zu anderen Fernbedienungen im VC-Bereich sehr hoch. Man muß auch relativ genau die Infrarotschnittstelle am Settopgerät treffen.
An das Bedienkonzept der Oberfläche muß man sich gewöhnen, da diese wiederum viel über den eigentlich verdeckten Menüblock der Fernbedienung effektiv bedient werden kann.

Audio/Video

Die Audio- und Videoqualität zu anderen H.323 Endgeräten konnte in der Regel als gut oder sehr gut eingeschätzt werden. Davon ausgenommen sind die VC-Verbindungen mit Microsoft Netmeeting und France Télécom eConf Pro. Hier wurden leider nur schlechte oder gar keine Audio/Videoverbindungen erreicht. Die ausführlichen Ergebnisse können in der Kompatibilitätsmatrix nachgelesen werden.

Die VCON HD3000 kann Video mit H.264 bis zu einer Bandbreite von 384 kbps übertragen. Die Verwendung dieses Videostandards konnte mit der VCON HD4000 und der Sony PCS-G70 erreicht werden. Das empfangene Video der HD4000 war nicht überzeugend. Das empfangene Video der Sony PCS-G70 ist unsauber und das Bewegtbild hat Darstellungsfehler. Das empfangene Video der HD3000 war in beiden Tests gut. Mit der Polycom VSX3000 konnte keine Verbindung erreicht werden, bei der der Videostandard H.264 verwendet worden wäre.

H.239 / T.120

Das bei VCON so genannte HD Dual Stream (H.239) wird mittels eines PCs realisiert, auf dem die Software HD Data utility installiert sein muß. Hiermit wird dann eine Verbindung zum Desktopsystem hergestellt über dessen IP. Anschließend kann der PC-Bildschirm zur Gegenstelle übertragen werden. Hat man an der HD 3000 keinen zweiten Bildschirm angeschlossen, wird auf dem TV das PC-Monitorbild dargestellt.
Bei der Übertragung des PC-Monitorbildes zur HD 3000 treten Bildfehler in der Anzeige auf. Wird auf dem PC beispielsweise bei einer PowerPoint-Präsentation die nächste Folie gezeigt, erscheint diese erst auf dem HD 3000-Monitor, wenn man mit dem Mauscursor den PC Bildschirm "freiwischt". Leider wird dieser Fehler im Bildaufbau auch zu einigen Gegenstellen wie z.B. VCON vPointHD übertragen. Bei der Übertragung eines H.239 Datenstromes zu einer HD4000 kam es wiederholt zu Programmabstürzen bei der HD4000. Bei der beidseitigen Übertragung von PowerPoint-Präsentationen in einer VC mit einer Sony PCS-G70 lassen sich 16er Schriftgrößen bei der PCS-G70 und 22er Schriftgrößen bei der HD3000 noch lesen. Allerdings wird bei der HD3000 das Bild pulsierend unscharf. Die PCS-G70 empfängt H.239 nur bei bestimmten vorher im Setup fest eingestellten Videoformaten. Zusammenfassend muß man sagen, daß die Funktionalität von H.239 noch nicht überzeugt.
Der Standard T.120 wird nicht unterstützt.

Kamerafernsteuerung

Die Kamerafernsteuerung war beim Vorhandensein der technischen Voraussetzungen an den Gegenstellen immer in beiden Richtungen möglich.

MCU

In den Videokonferenzverbindungen mit der RADVision-MCU des Dienstes DFNVideoConference konnten gute Audio- und Videoqualitäten bei verschiedenen Bandbreiten erreicht werden.

Gatekeeper

Die Zusammenarbeit mit den Gatekeepern GNU-GK 2.0.7 und CISCO MCM funktionierte problemlos.

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Fazit

Das Settopsystem Emblaze VCON HD 3000 ist ein Gerät im unteren Preissegment mit einer dafür akzeptablen Leistung.

Dokumentation

Hersteller: Emblaze VCON

Unterstützte Standards H.323
Audiokodierungen G.711, G.722, G.723.1, G.728, G.729
Videokomprimierung H.261, H.263, H.263+, H.263++, H.264 bei Bandbreiten bis zu 384 kbps
Videoeingänge S-Video, 2x Composite
Videoausgänge S-Video, 2x Composite, XGA

Wir danken der Firma Pan Dacom für die Teststellung.

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