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LifeSize Control Testbericht

Inhalt:


Allgemein

TestzeitraumLifeSize

Die Managementsoftware LifeSize Control wurde im März 2009 getestet.

Softwareversion

Die Softwareversion war 4.0.0 (12).

Voraussetzungen

Server

Das Managementsystem LifeSize Control basiert auf einem Windows Server 2003. Für die Verwaltung von bis zu 100 Videokonferenzsystemen wird dabei die Rechenleistung eines Singleprozessors mit 2,66 Ghz sowie 1GB RAM benötigt. Die Datenspeicherung erfordert eine Festplatte mit mindestens 80GB. Zur Steuerung von bis zu 500 Systemen sind ein Dualprozessor 2,66GHz sowie 4GB Arbeitsspeicher und 160GB Festplattenkapazität nötig. Weiterhin ist ein Active Directory oder eine LDAP-Implementation erforderlich.

Client

Der Client ist webbasiert und benötigt deshalb nur einen aktuellen Webbrowser (mindestens MS IE 6.0 oder Firefox 1 bis 3) sowie ein Adobe Flash Plug-In ab Version 9.0.

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Funktionsweise

Das System ist nutzerseitig komplett webbasiert und als animierte Flash-Präsentation konzpiert. Nach der Anmeldung erscheint die zentrale Übersichtsseite, das sogenannte „Dashboard“, welches alle wichtigen Details wie durchgeführte Anrufe oder aktuelle Fehlermeldungen darstellt. Die Mandantenfähigkeit ermöglicht, dass je nach Rolle (Admin, Techniker, Operator) verschiedene Funktionen einrichtbar sind, die Administration des Managementsystems selbst erfolgt über eine separate Webseite mit dediziertem Login-Mechanismus.

LifeSize Login LifeSize Dashboard
Abbildung 1: LifeSize Control Login und "Dashboard" (zum Vergrößern klicken)

Über die Funktionsleiste am unteren Bildschirmrand können jederzeit alle Funktionen des Systems aufgerufen werden, jedoch sind die Icons nicht selbsterklärend und erschließen sich erst nach einer gewissen Einarbeitungszeit.

Die Geräteübersicht gibt Auskunft über den aktuellen Status aller verwalteten Systeme. Unterstützte Systeme sind neben LifeSize-Produkten auch Geräte von TANDBERG, Polycom und RADVision. Dabei können Endgeräte, Gatekeeper, Gateways und Multipoint Control Units (MCUs) verwaltet werden. Neue Systeme werden manuell hinzugefügt, indem die IP-Adresse des Systems (beziehungsweise ein IP-Adressbereich bei mehreren neuen Systemen) eingegeben wird. Das Entfernen von Geräten war im Test teilweise nicht möglich.

LifeSize Devices

Abbildung 2: Geräteübersicht mit Statusinformationen (zum Vergößern anklicken)

In der Geräteübersicht können mit dem gewünschten System Konferenzen geplant (auch Scheduling genannt) und durchgeführt werden. Die Bedienung erfolgt per Drag and Drop. Der Verbindungsaufbau wird darauf aufbauend unter Einbeziehung von MCU-Affinitäten automatisch durchgeführt („Smart Scheduling“). Um Ressourcenkonflikte zu vermeiden und die Verbindungswege zu optimieren, wird automatisch die am besten geeignete Konferenzbrücke genutzt. Der Anruf wird nach dem Ende der Nutzungszeit selbstständig getrennt. Externe Teilnehmer (d.h. nicht vom System verwaltete Systeme) können ggf. einbezogen werden.

LifeSize Schedule Call

Abbildung 3: Anruf vorbereiten (zum Vergrößern anklicken)

Die Funktion „Events“ listet alle Veranstaltungen, welche bereits durchgeführt wurden, aber auch aktuell aktive und geplante Veranstaltungen auf. Die Vorhaltezeit der gespeicherten Events wird individuell vom Administrator des Managementsystems festgelegt.

LifeSize Events

Abbildung 4: Geplante, laufende und durchgeführte Veranstaltungen (zum Vergrößern anklicken)

Die Reportfunktion von LifeSize Control ermöglicht es, umfangreiche Berichte zu allen Bereichen der Systemverwaltung zu erstellen und diese in das Format PDF zu exportieren. Auch der automatische Versand per E-Mail ist möglich.

LifeSize Reports: ResolutionLifeSize Reports: Audio

Abbildung 5: Reportfunktion (links Auflösung, rechts Audiocodecs), zum Vergrößern anklicken

Die proaktive Alarmfunktionalität ermöglicht die Generierung von Echtzeitmeldungen, wobei jede Fehlermeldung eine vorher definierte Wichtung erfährt, um den Schweregrad eines Alarms besser einschätzen zu können und die Fehlerbehandlungen dementsprechend zu steuern. Es kann festgelegt werden, welcher Techniker für welches System verantwortlich ist und im Fehlerfall ein Ticket zugewiesen bekommt. Die Benachrichtigung des jeweiligen Technikers erfolgt automatisch, die Bestätigung des Tickets bei Lösung des Problems wird von ihm initiiert und von LifeSize Control bestätigt.

Während einer laufenden Veranstaltung werden festdefinierte Schwellwerte kontinuierlich überwacht, um zeitnah auf Probleme des Netzwerkes oder des Systems reagieren zu können (vgl. Abbildung 6: Offene Fehlertickets und Schwellwertüberwachung). Der Jitter überschritt im Beispiel die Höchstgrenze und ein Ticket wurde deswegen ausgelöst.

LifeSize AlarmsLifeSize Call Statistics

Abbildung 6: Offene Fehlertickets und Schwellwertüberwachung (zum Vergrößern anklicken)

Eine Funktion, die ausschließlich für LifeSize-Systeme verfügbar ist, ist die Template-Funktion. Anhand vorhandener Konfigurationen können alle Systemparameter als Vorlage gespeichert und editiert werden, um diese auf neue Systeme zu übertragen und so auf jedem System den gleichen Konfigurationsstand zu gewährleisten oder bestimmte Profile zu archivieren.

Systemeinstellungen eines zu administrierenden Gerätes können mit vorhandenen Templates verglichen werden, um Unterschiede in der Konfiguration festzustellen (vgl. Abbildung 7: Templatekonfiguration, Vergleich zweier Templates, Software-Upgrade).

Gleichwohl können in diesem Menüpunkt Software-Upgrades und Software-Downgrades für alle unterstützten Systeme durchgeführt und automatisiert werden.

LifeSize Template editLifeSize Template compareLifeSize Package Upload

Abbildung 7: Templatekonfiguration, Vergleich zweier Templates, Software-Upgrade (zum Vergrößern anklicken)

Weitere Funktionen der Managementsoftware LifeSize Control sind die Integrationsmöglichkeiten an vorhandene Strukturen, wie Microsoft Exchange, Open LDAP, Active Directory oder ähnliche Verzeichnisdienste sowie die Möglichkeit, Lizenzen für vorhandene LifeSize Geräte zu verwalten und zu administrieren.

Veranstaltungen können zur Laufzeit gesteuert werden (Hinzufügen neuer Teilnehmer, Entfernen von Teilnehmern, Ruf beenden). Der Umfang der Steuerungsfunktionen ist jedoch im Vergleich zu Managementprodukten anderer Hersteller eingeschränkt, beispielsweise sollte der Bereich des Account-Managements funktionell ausgebaut werden.

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